The Project Gutenberg EBook of Die Gebete der Demut, by Francis Jammes

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Title: Die Gebete der Demut

Author: Francis Jammes

Translator: Ernst Stadler

Release Date: July 14, 2012 [EBook #40231]

Language: German

Character set encoding: ISO-8859-1

*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DIE GEBETE DER DEMUT ***




Produced by Jens Sadowski








FRANCIS JAMMES


DIE GEBETE DER DEMUT


BERTRAGEN
VON
ERNST STADLER


1913
KURT WOLFF VERLAG  LEIPZIG


Dies Buch wurde
gedruckt im August 1913 als neunter
Band der Bcherei Der jngste Tag bei
Poeschel & Trepte in Leipzig


AUTORISIERTE BERTRAGUNG
COPYRIGHT BY KURT WOLFF VERLAG, LEIPZIG 1913






GEBET ZUM GESTNDNIS DER UNWISSENHEIT


   Hernieder, steige hernieder in die Einfalt, die Gott will!
   Ich habe den Wespen zugesehen, die im Sand ihr Nest gebaut.
   Tu so wie sie, gebrechlich krankes Herz: sei still,
   Schaffe dein Tagwerk, das Gott deinen Hnden anvertraut.
   Ich war voll Hoffart, die mein Leben falsch gemacht.
   Anders als alle andern meinte ich zu sein:
   Jetzt wei ich, o mein Gott, da nie ich anderes vollbracht
   Als jene Worte niederschreiben, die die Menschen sich erfanden,
   Seitdem zuerst im Paradies Adam und Eva aufgestanden
   Unter den Frchten, die im Lichte unermelich blhten.
   Und anders bin ich nicht als wie der rmste Stein.
   Sieh hin, das Gras steht ruhig, und der Apfelbaum senkt schwer
   Bebrdet sich zur Erde, zitternd und in liebendem Verlangen --
   O nimm von meiner Seele, da so vieles Leiden ber mich ergangen,
   Die falsche Schpferhoffart, die noch immer in ihr liegt.
   Nichts wei ich ja. Nichts bin ich. Und nichts will ich mehr
   Als blo zuweilen sehen, wie ein Nest im Wind sich wiegt
   Auf einer rtlichen Pappel oder einen Bettler ber helle Straen hinken,
   Mhselig, an den Fen Risse, die im Staube blutig blinken.
   Mein Gott, nimm von mir diese Hoffart, die mein Leben giftig macht.
   Gib, da ich jenen Widdern hnlich sei auf ihrer Weide,
   Die immer gleich, aus Herbstes Schwermut, demutsvoll gebckt,
   Zur Frhlingsfeier wandeln, die mit Grn den Anger schmckt,
   Gib, da im Schreiben meine Hoffart sich bescheide:
   Da endlich, endlich ich bekenne, da mein Herz den Widerhall
   Nur tnt der ganzen Welt, und da mein sanfter Vater mir
   Geduldig nur die Kinderregeln beigebracht.
   Der Ruhm ist eitel, Herr, und Geist und Schaffen leerer Schall --
   Du einzig hast sie ganz und gibst sie an die Menschen fort,
   Die aber schwatzen immer blo dasselbe Wort
   Gleich einem Bienenschwarme, der durch sommerdunkle Zweige zieht.
   Gib, da, wenn heute frh ich mich vom Pult erhebe,
   Ich jenen gleiche, die an diesem schnen Sonntag zu dir gehn
   Und in der armen weien Kirche, vor dich hingekniet,
   Demtig lauter ihre Einfalt und Unwissenheit gestehn.




GEBET, MIT DEN ESELN INS HIMMELREICH EINZUGEHN


   Wenn einst zu dir, mein Gott, der Ruf zu gehn mich heit,
   Dann gib, da feiertglich rings das Land im Sommerstaube gleit.
   Ich will nur so, wie ich getan hinieden,
   Einen Weg mir whlen und fr mich in Frieden
   Ins Himmelreich hinwandeln, wo am hellen Tag die Sterne stehn.
   Ich greife meinen Stock und auf der groen Strae will ich frba gehn
   Und zu den Eseln, meinen Freunden, sprech ich dies:
   Hier, das ist Francis Jammes: der geht ins Paradies,
   Ins Land des lieben Gottes, wo es keine Hlle gibt,
   Kommt mit mir, sanfte Freunde, die ihr so die Himmelsblue liebt,
   Arme geliebte Tiere, die mit einem kurzen Schlagen
   Des Ohrs die Fliegen und die Prgel und die Bienen von sich jagen.

   Dann will inmitten dieser Tiere ich mich vor dir zeigen,
   Die ich so liebe, weil den Kopf so snftiglich sie neigen
   Und ihre kleinen Fe aneinanderstemmen, wenn sie stille stehn,
   Recht voller Sanftmut, da es rhrend ist, sie anzusehn.
   So tret ich vor dich hin in dieser tausend Ohren Zug,
   Gefolgt von solchen, denen einst der Korb um ihre Lenden schlug,
   Und denen, die im Joch der Gauklerkarren gingen,
   Und vor geputzten Wagen, die voll Flittergold und Federn hingen,
   Und solchen, ber deren Leib verbeulte Kannen schwankten,
   Und trchtigen Eselinnen schwer wie Schluche, die zerbrochnen Schrittes wankten,
   Und denen, ber deren Bein man kleine Hosen streift,
   Die Fliegen abzuwehren, deren Schwarm vom Blute trunken sie umschweift
   Und ihrem Leib die blauen, sickernd offnen Male lt --

   La mich, mein Gott, mit diesen Eseln zu dir schreiten,
   Gib, da eintrchtiglich die Engel uns geleiten
   Zu den umbuschten Bchen, wo im Winde zitternd Kirschen hangen,
   So glatt und hell wie Haut auf jungen Mdchenwangen,
   Und gib, da ich in jenem Seelenreiche,
   Zu deinen Wassern hingebeugt, den Eseln gleiche,
   Die alle sanfte, arme Demut ihres Gangs auf Erden
   Im lautern Quell der ewigen Liebe spiegeln werden.




GEBET, UM GOTT EINFLTIGE WORTE ANZUBIETEN


   Gleich jenem Bilderschnitzer, den ich heute Morgen sah, besorgt und still
   Im klaren Lichte sich auf seine Arbeit bcken,
   Heilige schnitzend fr die Kanzel seines Dorfes: also will
   In meine Seele ich die frommen Bilder drcken.
   Er rief zu seiner armen Schnitzbank mich heran,
   Sein hlzern Werk zu sehn, und lange stand ich so davor
   Und sah den Lwenkopf zu Fen von Sankt Markus und den Aar
   Zu Fen von Johannes und Sankt Lukas in den Hnden
   Ein offnes Buch, darin die heiligen Regeln stnden.
   Des Bildners Linke hatte bern Meiel sich gestreckt,
   Die Rechte, aufgehoben, hielt noch zaudernd einen Hammer ausgestreckt.
   Drauen auf Schieferdchern tanzte Mittagsluft in blauen Lichtern,
   Von welkenden Basilien stieg ein frommer Weihrauchduft empor
   Zu all den plumpen Heiligen mit den eckigen Gesichtern.

   Mein Gott, so schne heilige Arbeit haben meine Hnde nicht bestellt.
   Du wolltest nicht, o Gott, da ich zu dieser Welt
   In armer Stube kme, nah dem Fenster, wo zur Nacht
   Die Kerze tanzend vor den grnen Scheiben wacht.
   Und wo vom frhen Morgen an die hellen Hobel gehn.
   Mein Gott, wie gerne htt' ich meine Heiligenbilder dir gebracht.
   Und all die zarten Kinder, die am Heimweg von der Schule sie gesehn,
   Stnden vor meinen weisen Knigen entzckt,
   Die Gold und Weihrauch spendeten und Elfenbein.
   Und neben den drei Knigen aus Morgenland
   Schnitt ich ins Holz so wie aus Weihrauch eine Wolke ein,
   Und htte rings mein Bild mit Lilienkelchen ausgeschmckt,
   Demtig schn wie Trinkgefe, die ich in der Armen Stuben fand.

   Mein Gott, da immer noch mein Herz sich qult und fragt,
   Ob es in rechter Demut sich dir nahe,
   Nimm diese schlicht einfltigen Worte von mir an
   Statt eines Kanzelstuhls, darin die reine Magd
   Von frh bis spt Frsprach mir htt' getan.




GEBET, DASS EIN KIND NICHT STERBE


   Mein Gott, erhalte seinen Eltern dieses zarte Kind,
   Wie du wohl auch ein Kraut erhltst im bsen Wind.
   Was macht es dir denn aus -- da doch die Mutter weint und fleht --,
   Wenn es sogleich noch nicht zu dir hinbergeht
   Als wie nach einem Spruch, der nicht zu ndern war?
   Schenkst du ihm jetzt das Leben, wird es nchstes Jahr
   Dir Rosen streun am sonnigen Fronleichnamstag!
   Doch bist du ja allgtig. Und du bist es nicht,
   Der Todesblue ausgiet auf ein rosiges Gesicht,
   Es wre denn, du wolltest Heimatlosen eine Wohnstatt geben,
   Wo bei den Mttern immerfort die Shne leben.
   Doch warum hier? Ach, da die Stunde schlgt,
   Gedenke, Herr, vor diesem Kind, das sich zum Sterben legt,
   Da um die Mutter immer dir zu weilen ward gegeben.




MEIN NIEDRER FREUND . . .


   Mein niedrer Freund, mein treuer Hund, nun littest du den Tod,
   Vor dem du oft so wie vor einer bsen Wespe dich versteckt,
   Die dich bis untern Tisch, wo du dich bargst, bedroht.
   Dein Kopf, in dieser kurzen Trauerstunde, hat sich zu mir aufgereckt.

   Alltglicher Gefhrte, Wesen benedeiter Art,
   Du, den der Hunger stillt, sobald dein Herr ihn teilt,
   Der mit Tobias und mit Raphael hinausgeeilt,
   Da sie zusammen sich aufmachten auf die Pilgerfahrt.

   Getreuer Knecht: du sollst mir hohes Beispiel sein.
   Du, der an mir so wie an seinem Gott ein Heiliger hing.
   All deine dunkle Klugheit, die wir nie begriffen, ging
   Lebendig nun in einen frhlich unschuldsvollen Himmel ein.

   Soll mir dereinst, mein Gott, die Gnade werden,
   Dich anzuschaun von Angesicht zu Angesicht am jngsten Tag,
   Gib, da ein armer Hund ins Angesicht dem schauen mag,
   Der immer schon sein Gott ihm war auf Erden.




AMSTERDAM


   Die Huser, spitzgegiebelt, scheinen sich zu neigen,
   Als wollten sie fallen. Masten vieler Schiffe, die dem Grau des Himmels sich vermischen,
   Lehnen vornber wie Gestrpp von drren Zweigen
   Inmitten von grnem Laub, von Rot und rostigem Braun,
   Von Kohlen, Widderfellen und gesalznen Fischen.

   Robinson Crusoe hat einst durch Amsterdam den Weg genommen
   (So glaub ich wenigstens), da er von seiner grnen
   Schattigen Insel, wo die frischen Kokosnsse blhten, heimgekommen.
   Wie schlug das Herz ihm, da er pltzlich vor sich nah
   Die mchtigen Tren mit den schweren Bronzeklppeln sah! . . .

   Schaute er voll Neugier in die Halbgeschosse, wo in Reihen
   Die Schreiber sitzen, in ihr Rechnungsbuch versenkt?
   Kam ihn die Sehnsucht an, zu weinen, da er an den Papageien
   Dachte, den er so liebte, und den schweren Sonnenschirm,
   Der auf der traurigen und gnadenreichen Insel oft ihm Schutz geschenkt?

   Ach, deine Wege, Herr, so rief er aus, sind wunderbar!
   Da all die Kisten mit den Tulpenmustern auf den Gassen
   Sich vor ihm stauten. Doch sein Herz vom Glck der Wiederkehr beschwert,
   Dachte der Ziege, die im Weinberg seiner Insel er allein zurckgelassen,
   Und die vielleicht nun schon gestorben war.

   Dies alles fiel mir ein vor den ungeheuren Frachten im Hafen,
   Und ich sah im Geist die alten Juden, die an schwere Eisenwagen
   Mit knochigen Fingern rhren, ber denen grne Ringe glnzen.
   O sieh! Amsterdam will unter weien Wimpern von Schnee entschlafen
   In den Geruch von Nebel und von bitterer Kohle eingeschlagen.

   Die gewlbten weien Buden, wo zur Nacht die Lampe glimmt,
   Und aus denen man den Ruf und das Pfeifen der schweren Frauen vernimmt,
   Hingen gestern im Abend wie Frchte, wie groe Krbisschalen.
   Man sah Plakate blau und rot und grn im Licht aufstrahlen.
   Von gezuckertem Bier ein scharf prickelnder Duft
   Lag mir auf der Zunge und war mir ins Gesicht gestiegen.

   Und in den Judenvierteln, die rings voller Abflle liegen,
   Stand der Geruch von kalten rohen Fischen.
   Auf dem klitschigen Pflaster lagen Orangenschalen umhergezerrt.

   Ein aufgedunsener Kopf hielt weite Augen aufgesperrt.
   Ein Arm, der Reden hielt, schwang Zwiebeln in der Luft.

   Rebekka, du verkauftest an den schmalen Tischen
   Schwitzendes Zuckerzeug, armselig hergerichtet . . .

   Der Himmel strmte wie ein unsichtbares Meer
   Wolken von Wellen in die starrenden Kanle.
   Stille lag auf der Handelsstadt und stieg, ein unsichtbarer Rauch,
   Feierlich von den starken hohen Dchern her
   Und Indien trat beim Anblick dieser Huserreihn vor meine Seele.

   Oh, und ich trumte, da ich so ein Handelsherr einst war,
   Von denen, die aus Amsterdam in jenen Tagen
   Gen China segelten und vor ihrem Gehn
   Die Hut des Hauses einem treuen Diener aufgetragen.
   Ganz so wie Robinson htt ich vor dem Notar
   Die Vollmachtschrift umstndlich mit der Unterschrift versehn.

   Meine strenge Rechtlichkeit htt' meinen Reichtum aufgebaut.
   Mein Handel htte geblht so wie im Mondenschein
   Ein Lichtstrahl, der am Schnabel meines runden Schiffes se.
   Die groen Herren von Bombay gingen bei mir aus und ein
   Und htten mit heiem Blick auf mein krftig schnes Weib geschaut.

   Ein Mohr mit goldnen Ringen, vom Mogul entsandt,
   Kme zu handeln, lchelnd unter seinem Sonnenschirm!
   Bei seinen wilden Geschichten htte meiner schlanken ltesten Herz gebebt,
   Und zum Abschied htte er ihr ein Gewand
   Geschenkt, rubinenfarben, von Sklavenhnden gewebt.

   Die Bilder meiner Lieben htt' ich dann nachher
   Bei einem armen geschickten Maler bestellt:
   Mein Weib, mit hellen rosigen Wangen, schn und schwer,
   Die Shne, deren starke Jugend alle Welt
   Entzckte und der Tchter Anmut, mannigfalt und rein.

   Und also wr' ich heute, statt ich selbst zu sein,
   Ein andrer und auf meinen Reisen im Vorbergehn
   Htt ich mir wohl das altehrwrdige Haus besehn,
   Und meine Seele htte trumend gebebt
   Vor den schlichten Worten: Hier hat Francis Jammes gelebt.




ICH WAR IN HAMBURG


      Ich war vier Monde in Hamburg, dann im Haag.
      Ich nahm das Schiff nach London. Es lag
      Am 10. Jnner 1705 im Hafen. In zehen Jahren
      Und neun Monaten war ich nicht daheim. Zu einer grern Reise auszufahren,
      Rst ich mich nun . . mit meinen zweiundsiebenzig Jahren,
      Nach einem Leben reich gesegnet mit Abenteuern und Gefahren.
      Ich ward genug umhergeschttelt und verschlagen,
      Zu lernen, wie s es ist, sein Leben in der Stille auszutragen.

   So steht's geschrieben auf dem letzten Blatt
   Von Robinson Crusoes Geschichte. Ein Duft wie von Muskatstruchern hat
   Von seinem wunderbar geblmten Rock sich losgemacht.
   Das ferne Gewitter, das wie eine alte Schiffskanone kracht,
   Lt Albions Veste erzittern. Und auf dem Bild, darauf mein Auge blickt,
   Sieht man den alten Seehelden, wie er ber der Bibel sinnt und Dankgebete zum Himmel schickt.
   Mitten auf dem Tische das Fernrohr steht,
   Mit dem er einst die Spur der nackten Fe erspht
   An die Wand gelehnt friedlich beieinander weilen
   Der Sonnenschirm und die Mtze aus Ziegenfell und der Bogen mit den Pfeilen
   Und die Axt zum Entern und das Seemannsschwert.
   Hier das Medaillon von Freitag. Und nahe dabei,
   Gegen die Karte der verlassenen Insel gekehrt,
   Ein Strohkfig mit einem sehr grnen Papagei.
   Wie du, Robinson, hab ich Sturm und Gewitter ertragen,
   Sah, wie du, ber meinem Kopf das Meer zum Himmel aufschlagen
   In bleigrauen Wellenbergen. So whlte
   Der Orkan meiner Liebe, der das Deck bersplte,
   Und warf mich auf die Knie und hhnte. Crusoe, Crusoe, das Meer
   Und die Liebe sind Geschwister von altersher
   Und beide glhen aus drrenden Sonnen Brand
   Auf unser Herz und hhlen es aus gleich einer Muschel am Strand.
   Und die Taue knirschen und singen wie die Fraun,
   Und in unserm Blut ist diese schwarze See, die schwillt
   Und uns mit dem bittern Rauschen ihrer Wasser fllt.

   Alter englischer Freund! Du warst der klgere, traun!
   Von uns beiden. Denn wo auch dein Fahrzeug Schiffbruch litt,
   Immer hattest du sauber geschnrt dein Bndel mit:
   In Juan Fernandez und am Cap
   Der guten Hoffnung. Klug und sorglich. O, ich hab'
   Sie lieb, diese nchterne und praktische Poesie,
   Und ich liebe, Crusoe, deine Witwe, die,
   Whrend du in der Ferne weiltest, dein Hab und Gut verwahrt.

   Nun darfst du, da sie all die Jahre fr dich gespart,
   Friedlich die Tage, die dir noch bleiben,
   In dem lieben grauen Hause wohnen, das meine Verse zu Anfang beschreiben.
   Nichts hast du auf deiner Insel vergessen, alles ist wie immer zur Stell':
   Der Sonnenschirm und die Mtze aus Ziegenfell.
   Was ich heimgebracht habe? -- so wirst du fragen, --
   Von der wsten Insel, von der mich das Schicksal zurckgetragen?
   Nichts, keine Ankerboje, keinen Kfig fr die Hhner, nicht ein einzig kleines Ding.
   Still! La dir erzhlen, wie es geschah, da mich die Brandung fing.

   Es war im sanften April, wo der Frhling wie ein Meer
   Sich den Vgeln auftut, verwegnen Ceylonschwimmern,
   Die nach Perlen tauchen, die aus weiblauen Luftabgrnden schimmern:
   Rotkehlchen, Amseln, Lerchen und Nachtigallen --
   Man hrte, von den Grten der kleinen Huser her,
   Wie das Herz des Flieders aufbrach ber den roten Pfirsichkorallen.

   Oh, ich habe nicht an jene andern Korallen gedacht,
   Die einst die goldne Perusa und ihren Stolz zu Falle gebracht.

   Die Liebe und der Himmel und die Erde lagen, so schien es, im Traum beisammen.
   Selig wie eine Nacht der Nchte sank die Nacht.
   Aber bald begann das Duften der Obstblte brnstiger aufzuflammen.
   Da hab ich, Robinson, alle Gefahren vergessen
   Des vergangenen Lebens und habe vermessen
   Und unbedacht des Spruchs der Alten, die in ihren Rahmen trumen,
   Nur begierig, ein neues Geschwader in den Wellen aufschumen
   Zu sehen, den Kompa meines liebetollen Herzens hinausgedreht
   Nach einer Insel, die schwer und ernst wie der Tag in den Wassern steht.

   Die Insel war verzaubert und war nichts als ein Weib.

   Die Stimme ihrer Vgel machte mich ihr zu eigen.
   Andere haben mich betrt mit Feuer und Vulkan.
   Oh, ich liebte, Crusoe, die Berge, die von Yucatan
   Unterm Meer fortlaufen, bis sie in den Antillen wieder zum Licht aufsteigen.
   Mein Geschlecht hat unter jenen Mdchen gelebt, die mit ihren Hnden
   Die Flammen im Busen bedecken und lange Abschiedsksse senden.
   Aber hier hat mich nicht das Feuer, hier hat mich der Schnee versehrt,
   Oh, ein Schnee, den kein hungriger Blitz jemals verzehrt,
   Schnee, dessen klare Augen die unbewegte Macht
   Des Feuers spiegeln, das ein Hirt im Winter mitten zwischen dem Eis entfacht.
   O Crusoe, dies ist die Insel der wildesten Schrecken,
   Denn mit ihrer Klte wei sie die Flammen in deinem Busen zu wecken.

   Wie es geschah, da ich dennoch heil die Flucht genommen?
   O Freund, Virgil allein verstnde hier zu entkommen.
   Denn der ganze groe Ozean hlt nicht so fest
   Wie die eine sanfte Welle, die mich umschlang und nicht von sich lt.
   Jetzt denk ich wie du, mein Crusoe,
   Da es gut ist, in seinem Zimmer zu trumen!
   Mein Kaffeekessel summt mir wie ein englischer Roman im Ohr.
   Ich habe Liebesbriefe, die singen mir ihre Sehnsucht vor --
   So hat dir, Crusoe, der groe Ozean gesungen,
   In dessen Reich deine herrliche Seele gedrungen.
   Werd ich eines Tages wieder hinausziehn? Wer will es sagen?
   Und dennoch sehn ich mich so, noch einmal die Arme zu schlagen
   Um jene weie Boje Weib und auf erregten Meeren
   Inmitten hoher Wellen lachend wiederzukehren.
   Alle Vgel dieses Mrzmondes laden mich zur Liebe ein.
   Heut' Morgen, beim Erwachen, da sie die neuen Weisen probten, drang ihre Stimme zu mir herein.
   Ein Sperling sprach mir lange zu. Was soll ich tun?
   O kleine Vgel ihr, Rotkehlchen meiner Seele, euerm Sang
   Kann ich nicht folgen . . . oder, ach! mir ist zu folgen bang.
   Die Strucher sind zu grn. Ich wrde eure Lust beengen . . .
   Erst mssen Schatten sich ber die Wlder hngen.




DIE KIRCHE, MIT BLTTERN GESCHMCKT


   Der Dichter ist in seiner Seele Wald allein.
   Sein Herz ist matt vom langen Weg und schwer von Harme.
   Er wartet, ach vergebens! unter der Lianen Spiegelschein
   Und blauen Balsamblumen auf den guten Samariter, der sich sein erbarme.

   Er fleht zu Gott. Der schweigt. Da hlt sein Jammer sich nicht mehr.
   Schmerz lastet auf ihm wie Gewitterschlag so schwer.
   Gib Antwort, Herr, was hat dein Wille ber mich erkannt?
   Aus deiner Freude selbst bin ich verbannt.
   Wie ausgedrrt leb' ich in meinem groen Leid.
   O kehre wieder! Gib mir doch die Munterkeit
   Des Vogels, der sich singend dort im Herzen dieses Sandbeerbaumes regt --
   Was will dein Zrnen mir, da es mich so in Stcke schlgt?

   Ich pflge deine Seele. Sei geduldig, Kind!
   Du leidest, weil mein Herz mit dir gerecht zu sein mich heit.
   La mich in deiner Seele wohnen, immer . . . dann noch, wenn der Wind
   Die letzten Rosen von den Struchern reit.
   Geh nicht von mir. O sieh, ich brauche dich und deine Qual.
   O mein geliebter Sohn. Ich brauch' die Trnen die in deinen Augen stehn.
   Ich brauche einen Vogel, mir zu singen berm Kreuzespfahl.
   Rotkehlchen meiner Seele, willst du von mir gehn?

   Mein Gott, auf deiner Stirne, die den Kranz von Dornen trgt,
   Will ich dir singen durch dein langes Todesgraun.
   Doch wenn die Schreckenskrone dann in Blten schlgt,
   Verstatte du, mein Gott, dem Vogel, dort sein Nest zu baun.




DIE TAUBE . . .


   Die Taube, die den Zweig des lbaums hlt,
   Das ist die Jungfrau, die den Frieden bringt der Welt.
   Das Osterlamm, das man zur Schwelle trgt,
   Wird einst zum Lamme, das ans Kreuz man schlgt.
   Nur Stck um Stck wird das Geheimnis offenbar.
   Der brennende Busch ertnte, ehe Pfingsten war.
   Vor Noahs Arche schwamm die Kirche auf der Wasserflut,
   Und Noah schwamm darauf, eh Moses drber hat geruht;
   Moses war berm Wasser, ehedenn Sankt Peter war:
   Von Stund zu Stunde reiner macht das Licht sich offenbar.






DER JNGSTE TAG

NEUE DICHTUNGEN

Der Jngste Tag stellt eine Sammlung von kleineren Werken jngerer Dichter
dar, die als charakteristisch fr unsere Zeit und als zukunftweisend zu
gelten haben.

Im Jngsten Tag erscheinen eine Anzahl Erstlingswerke, aber auch neue
Dichtungen anerkannter Autoren sollen verffentlicht werden. Die Dichtungen
des Jngsten Tages sind gleich weit entfernt von lebensfremder
Literatenliteratur wie von populrem Kitsch. Aus diesen Werken soll das
Lebens- und Weltgefhl unserer Zeit strmen, ihre Entzckungen, Schmerzen,
Begeisterungen, Reizsamkeit und Kraft. Menschliche Gefhle werden in
knapper Form ausgedrckt und sollen menschliche Gefhle erwecken.

Da das charakteristischste und konzentriertste dichterische Ausdrucksmittel
unserer Zeit sich in der Lyrik darstellt, so wird der Jngste Tag
vorwiegend lyrische Werke verffentlichen, aber auch programmatische und
bedeutsame kleine Prosaschriften sollen geboten werden. Nicht nur auf
deutsche Dichter soll sich der Jngste Tag beschrnken, sondern auch
auslndische Dichtungen sollen zeigen, dass es gewisse Elemente gibt, die
der Dichtung aller Lnder in unserer Zeit (wie in der bildenden Kunst)
gemeinsam sind.

Der Jngste Tag wird, getreu dem Spiegel seines Wortes, versuchen, alles
notwendige zu sammeln, das ihm aus der Strke des Zeitlichen heraus, ewiges
Dasein verspricht. Dies Unternehmen soll nicht mehr an der Gebundenheit von
Zeitschriften leiden. So soll der Jngste Tag mehr als ein Buch sein und
weniger als eine Bcherei.

Jeder Beitrag erscheint einzeln als gesondertes Heft zum Preise von 80
Pfennig geheftet, M 1.50 gebunden.

Der Jngste Tag wird auch im Abonnement geliefert und zwar als Serien von
je 6 Heften. Der Abonnements-Preis betrgt M 4.20 fr die broschierte, M
7.80 fr die gebundene Ausgabe. Jede bessere Buchhandlung nimmt Abonnements
entgegen. Fr diejenigen, die die Hefte lieber in einem gebundenen Bande
vereinen wollen, wird eine Einbanddecke zum Preise von M 1.50 fr jede
Serie geliefert.

KURT WOLFF VERLAG  LEIPZIG

_Im Sommer 1913 erschienen:_

FRANZ WERFEL: Die Versuchung  Ein Gesprch

WALTER HASENCLEVER: Das unendliche Gesprch  Eine nchtliche Szene

FRANZ KAFKA: Der Heizer  Eine Erzhlung

FERDINAND HARDEKOPF: Der Abend  Ein Dialog

EMMY HENNINGS: Die letzte Freude  Gedichte

CARL EHRENSTEIN: Klagen eines Knaben  Skizzen

_Im Herbst 1913 folgten:_

GEORG TRAKL: Gedichte (Doppelheft)

FRANCIS JAMMES: Die Gebete der Demut  Gedichte

MAURICE BARRS: Der Mord an der Jungfrau

BERTHOLD VIERTEL: Die Spur  Gedichte

OTTOKAR BREZINA: Hymnen

_Eine Bestellkarte liegt bei!_

KURT WOLFF VERLAG  LEIPZIG

_Pressestimmen ber die sechs ersten Hefte des JNGSTEN TAGES_

_Professor Witkowski:_ Ein neues verheiungsvolles Unternehmen. Der
Gesamteindruck ist der einer kultivierten, nach starkem Leben verlangenden
Dichterjugend.

_Zeitschrift fr Bcherfreunde:_ . . . am hchsten steht das Gesprch Die
Versuchung von Franz Werfel. Der Dichter zwischen Satan und Erzengel, ein
nach auen gestelltes Innenbild der kmpfenden Wonnen, der Versuchungen und
der seligen Erkenntnisse des Dichters von heute. Das ist wirklich >Jngster
Tag< . . .

_Die neue Rundschau:_ Die Unmittelbarkeit, mit der Kafka statt der
Realitt die ihm eigentmliche Formsprache setzt, macht ihn der
expressionistischen Richtung heutiger Malerei verwandt. Als er seine neue
Novelle Der Heizer schrieb, die in Amerika spielt, wollte er nichts von
Amerika hren, obwohl er nie dort gewesen ist. Er schrieb das Amerika
seines Kopfes, in dem die Freiheitsstatue keine Fackel, sondern ein Schwert
trgt, weil dies besser in den Satz pat. -- Ich glaube, Walser htte es
ebenso gemacht.

_Berliner Brsen-Courier:_ . . . So schafft der Dichter Carl Ehrenstein
eine beziehungsreiche, an Klngen schon entzndete Kunst der bis zum
Paradoxen verwickelten Urschmerzen. Seine Klagen werden hingesprochen wie
Trume (immer denkt und glaubt man daran) zu erzhlen sind. Und am Ende
dieser wirklichen Gedichte in Prosa ist einem, als habe man eine weite
Reise gemacht. Wir lieben dieses Buch . . . Es gibt Klnge, die das Herz
zittern machen.

_Knigsberger Hartungsche Zeitung:_ Emmy Hennings schafft unmittelbar aus
ihren seelischen Evolutionen heraus und das gibt ihren Versen jene
faszinierende Unmittelbarkeit, der sich keiner entziehen kann. Ihr Vortrag
ist still und ohne Prtention. Aber im Innern dieser leicht hingesagten
Strophen fhlt man das Leben pulsen.

KURT WOLFF VERLAG  LEIPZIG

ARKADIA

EIN JAHRBUCH FR DICHTKUNST

HERAUSGEGEBEN VON MAX BROD

BUCHAUSSTATTUNG VON E. R. WEISS

Geheftet M 4.50  Gebunden M 6.--

INHALT:

DRAMATISCHES: _Robert Walser_, Tobold / _Franz Werfel_, Das Opfer / _Franz
Blei_, Der Mcen. EPISCHES: _Franz Kafka_, Das Urteil / _Otto Stoessl_, Aus
der Villa Obweger / _Moritz Heimann_, Ein Begrbnis im November / _Max
Mell_, Jugendgeschichte Zeno Balderonis von Jeruditz / _Oskar Baum_, Der
Antrag / _Willy Speier_, Christus in den Weizenfeldern / _Martin Beradt_,
Der Neurastheniker / _Max Brod_, Notwehr / _Alfred Wolfenstein_, Dika /
_Hans Janowitz_, Ein Ausbruch / _Hans Janowitz_, Szene der Erfllung /
_Kurt Tucholsky_, Kindertheater / _Heinrich Eduard Jacob_, Fremder Schlfer
im Kupee / _Robert Walser_, Zwei Aufstze: Rinaldini -- Lenau. LYRISCHES:
_Franz Blei_, Liebeslied des Sardinischen Seerubers / _Robert Walser_,
Handharfe am Tage / _Max Brod_, Vier Gedichte / _Heinrich Lautensack_,
Beichte / _Otto Pick_, Gedichte / Franz Janowitz, Gedichte.

KURT WOLFF VERLAG  LEIPZIG

GEORG HEYM

_DER EWIGE TAG_

Zweite Auflage

Geheftet M 3.--  Halbpergamentband M 4.--

_Herbert Eulenberg in der B. Z. am Mittag:_ Es ist der bedeutendste unter
den wenigen von unsern jungen Lyrikern, die berhaupt heute in Frage
kommen. -- Er hat die empfindlichsten Nerven und Sinne, die ein Dichter
haben mu.

_Frankfurter Zeitung:_ Welch ein Anschauen, welche Leidenschaft bildlicher
Gestaltung! Ewige Helligkeit, unbarmherziges Licht breitet er ber jede
Erscheinung der Wirklichkeit u. der Trume, ber Leben u. Sterben,
Schrecken und Beruhigung. Georg Heym war ein Dichter. Es gibt in der
deutschen Lyrik keinen, dem er irgendwie geglichen htte.

_UMBRA VITAE_

_GEDICHTE AUS DEM NACHLASS_

Zweite Auflage

Geheftet M 3.--  Halbpergamentband M 4.--

_Dr. Rudolf Frst in der Vossischen Zeitung:_ Bei all dem ganz Besonderen,
dem schier Unerhrten, das er in den feinsten Gefhl- und
Vorstellungsnancen ausdrcken will, zeigt der rasch Gereifte eine
ungewhnliche Beherrschtheit der Ausdrucksmittel. Wir haben viel in Georg
Heym, dem Fnfundzwanzigjhrigen, verloren. Artifex periit.

_DER DIEB_

_EIN NOVELLENBUCH_

Geheftet M 3.--  Gebunden M 4.--

_Leipziger Tageblatt:_ . . . Novellen, in denen auf engstem Raume alle Qual
der Menschheit von der kindlichen Verzweiflung erster Enttuschung bis zu
Hunger, Entartung, Wahnsinn, Krankheit und Tod mit einer unheimlichen
Klarheit und Kraft zu einer frchterlichen Anklage zusammengepret
erscheint.

KURT WOLFF VERLAG  LEIPZIG

FRANZ WERFEL  WIR SIND

_NEUE GEDICHTE_

In vorzglicher Ausstattung. Druck der Offizin W. Drugulin

Geheftet M 3.--  Gebunden M 4.50

Vorzugsausgabe 15 numerierte, vom Autor signierte Exemplare auf schwerem
Japanbtten in Ganzlederbd. M 35.--

_Frankfurter Zeitung:_ . . . ein ganz groer Dichter, mit allem Ernste sei
das gesagt.

_Neue Rundschau:_ . . . Whitmans kosmische Liebe und Goethes unersttliche
Lust zu fhlen hat sich Werfel durch das Recht der Wiedergeburt zu eigen
gemacht.

ELSE LASKER-SCHLER

_GESICHTE. Essays u. and. Geschichten_

Geheftet M 4.--  Gebunden M 5.--

INHALT:

Sterndeuterei / Handschrift / Johann Hansen und Ingeborg Coldstrup /
Knstler / In der Morgenfrhe / Elberfeld im dreihundertjhrigen
Jubilumsschmuck / Arme Kinder reicher Leute / Am Kurfrstendamm / Die
beiden weien Bnke vom Kurfrstendamm / Die Odenwaldschule /
Lasker-Schler kontra B. und Genossen / Coranna / Die schwere Stunde /
Peter Hille / Karl Kraus / Loos / Oskar Kokoschka / Peter Baum / Franz
Werfel / S. Lublinski / Paul Leppin / Richard Dehmel / Max Brod / Alfred
Kerr / Bei Guy de Maupassant / Albert Heine / Karl Vogt / Paul Lindau / Bei
Julius Lieban / Friedrich von Schennis / Tilla Durieux / Paul Zech / Rudolf
Blmner / William Wauer / Wauer-Walden via Mnchen und so weiter / Emmy
Destinn / Franziska Schultz / Kete Parsenow / Ruth / Unser Caf / Marie
Bhm / Der Alpenknig und der Menschenfeind / Egon Adler / Ein Amen / Wenn
mein Herz gesund wr -- / Der Eisenbahnruber / Im neopathetischen Kabarett
/ Kabarett Nachtlicht, Wien / Apollotheater / Tigerin, Affe und Kuckuck /
Im Zirkus / Zirkuspferde / Zirkus Busch.

KURT WOLFF VERLAG  LEIPZIG

MAX DAUTHENDEY

_RELIQUIEN_

Gedichte -- Buchausstattung von E. R. WEISS

Geheftet M 2.50  Dritte Auflage  Gebunden M 4.--

_Das Literarische Echo:_ Die Reliquien beweisen die ganze starke,
eigenartige Begabung des Dichters, seine sinnliche, farbige Sprache, seine
schpferische Kraft. Reif und schn glnzt es, inbrnstige Liebeslieder und
Gedichte von jenen unheimlichen, mystischen Stimmungen, die Rilke mit
soviel prunkender Spielerei zu erzwingen sucht, die Dauthendey aber in
groer, fast starrer Einfachheit zeichnet. Sein Hauptthema bleibt immer die
Liebe und die Freude an der Schnheit der Welt; die Lebenslust ist die
typische Eigenart seiner Schpfungen.

_SINGSANGBUCH_

_LIEBESLIEDER_

Vom Dichter neu durchgesehene Ausgabe / Zweite Auflage Einbandzeichnung von
E. R. WEISS

Geheftet M 2.--  Gebunden M 3.50

_Berliner Tageblatt:_ Hier knnte ich wirklich jedes Gedicht herausgreifen,
um die Flle eines schaffens-, liebes- und lebensfrohen Gemts, einer
unermdlichen, unerschpflichen Phantasie anzudeuten.

_Ernst Lissauer:_ Da glnzt eine Heiterkeit, die an die lichte
Liebenswrdigkeit frnkischer Landschaften mahnt, Weinduft ist darin.

_DIE AMMENBALLADE_

Acht Liebesabenteuer gedichtet von acht Ammen

_NEUN PARISER MORITATEN_

Vom Dichter neu durchgesehene Ausgabe

Geheftet M 2.--  Zweite Auflage  Gebunden M 3.50

_Das Literarische Echo:_ Vorzgliche Karikaturen, grellbunte Spiegelbilder
des Lebens auf einem ernsten dunklen Hintergrund.

KURT WOLFF VERLAG  LEIPZIG







End of the Project Gutenberg EBook of Die Gebete der Demut, by Francis Jammes

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Section  2.  Information about the Mission of Project Gutenberg-tm

Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of
electronic works in formats readable by the widest variety of computers
including obsolete, old, middle-aged and new computers.  It exists
because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from
people in all walks of life.

Volunteers and financial support to provide volunteers with the
assistance they need, are critical to reaching Project Gutenberg-tm's
goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
remain freely available for generations to come.  In 2001, the Project
Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations.
To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4
and the Foundation web page at http://www.pglaf.org.


Section 3.  Information about the Project Gutenberg Literary Archive
Foundation

The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
Revenue Service.  The Foundation's EIN or federal tax identification
number is 64-6221541.  Its 501(c)(3) letter is posted at
http://pglaf.org/fundraising.  Contributions to the Project Gutenberg
Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent
permitted by U.S. federal laws and your state's laws.

The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S.
Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered
throughout numerous locations.  Its business office is located at
809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email
business@pglaf.org.  Email contact links and up to date contact
information can be found at the Foundation's web site and official
page at http://pglaf.org

For additional contact information:
     Dr. Gregory B. Newby
     Chief Executive and Director
     gbnewby@pglaf.org


Section 4.  Information about Donations to the Project Gutenberg
Literary Archive Foundation

Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide
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increasing the number of public domain and licensed works that can be
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The Foundation is committed to complying with the laws regulating
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States.  Compliance requirements are not uniform and it takes a
considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
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particular state visit http://pglaf.org

While we cannot and do not solicit contributions from states where we
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